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Der böse
Wolf und die 200
Geisslein
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In der Schweiz
werden jährlich
bis zu 200 Schafe und Ziegen
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von Wölfen
gerissen.
Was für die
Betroffenen zweifellos
ein wirklich
schlimmes Schicksal bedeutet. |
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Am meisten
betroffen
sind
wahrscheinlich die Hirten,
welche sicher
(oder möglicherweise?)
eine enge
Beziehung zu den herzigen Kuscheltierchen aufgebaut haben. |
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Jedenfalls setzen sich
einige von ihnen in grossen Protestkundgebungen
für den humanistischen
Schutz ihrer armen, geplagten und getöteten Tiere ein;
und fordern den
Abschuss und die Ausrottung der mordenden Wölfe. |
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Gleichzeitig
gibt es jährlich in der Schweiz
ca. 10'000
"Abgänge"
von Ziegen und
Schafen
*) offizieller Ausdruck von
Tierhaltern für durch Unfall oder Krankheit umgekommene Tiere |
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weil die Herden ohne jegliche
Aufsicht, Betreuung, und
schutzlos
irgendwo in abgelegenen
Berggegenden weiden. |
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Und dort herrschen
halt die absolut inhumanen
Gesetze der Natur,
das des
Stärkeren und der Auslese. |
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Ausserdem
haben Schafe und Ziegen
(wie Kälber, Schweine, Kaninchen usw.)
noch einen anderen sehr
gefährlichen,
mehr oder weniger "natürlichen"
Feind: |
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den Menschen
und die Tierhalter, welche sie zu
hunderttausenden an Metzger verkaufen,
damit wir ALLE unseren feinen
Sonntagsbraten bekommen. |
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Ist unsere
Mensch-Tier Beziehung
(und die der guten Hirten)
etwa doch nicht ganz so tief?
Beruht das grosse Mitleid für die armen Kreaturen
etwa auf ganz anderen Interessen?
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Sind es eher wirtschaftlich
- gewinnorientierte Gründe ? |
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Was übrigens völlig
legitim und sogar notwendig wäre.
Auch Bauern,
Hirten und Tierhalter
müssen sich
ernähren,
brauchen ein
(hoffentlich gerechtes und ausreichendes)
Einkommen |
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Aber sie sollten wissen und anerkennen,
dass auch "Schädlinge" (Mäuse,
Schmetterlinge, Würmer und Wölfe)
eine
Daseinsberechtigung haben
und für das
Gleichgewicht der Natur massgebend sind. |
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Und sie sollten
wirtschaftliche und humanitäre Argumente
nicht verwechseln und vermischen. |
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